Beim «Wort zum Sonntag»
Seit Oktober 2024 bin ich Sprecher beim «Wort zum Sonntag».
Das «Wort zum Sonntag» ist, wie Sie wahrscheinlich wissen, eine wöchentliche Fernsehsendung auf SRF 1, in der samstags um 20 Uhr ausgewählte Theologinnen und Theologen aus verschiedenen Konfessionen – reformiert, römisch-katholisch und christkatholisch – einen Kommentar zum Zeitgeschehen abgeben. Das Team wird alle zwei Jahre ausgewechselt. Meine vier KollegInnen und ich sind also bis Oktober 2026 im Einsatz.
Ich freue mich über diese neue Herausforderung. Begleitet werde ich dabei von tollen Menschen vor und hinter der Kamera – und vielleicht ja auch von Ihnen?
Weitere Informationen zur Sendung und zu unserem Team finden Sie in dieser Medienmitteilung, sämtliche «Wort zum Sonntag»-Beiträge finden Sie nach deren Ausstrahlung online.
«Packen wir es an» (26.10.2024)
Quelle: das Kinderbuch «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer» des deutschen Schriftstellers Michael Ende (1929-1995), insbesondere die Einführung der Figur des Scheinriesen Tur Tur auf S. 125-130.
«Es ist so eine Sache mit Weihnachten» (21.12.2024)
Quellen: die erste Strophe des Weihnachtsliedes «Die Nacht ist vorgedrungen» des deutschen Theologen und Schriftstellers Jochen Klepper (1903-1942), eine Biographie über ebendiesen sowie aus seinen berührenden Tagebüchern der Eintrag vom Samstag, 18.12.1937.
«Die Kunst des Zuhörens» (1.2.2025)
«Eigentlich» (22.2.2025)
«Das Lied von der Überforderung» (15.3.2025)
Quellen: das Monty-Python-Lied «I'm So Worried» (Text: Terry Jones), zudem die Anfangszeilen zweier weiterer künstlerischer Texte: der «Nachtgedanken» des deutschen Dichters und Schriftstellers Heinrich Heine sowie des «Anderen Osterliedes» des Schweizer Pfarrers und Schriftstellers Kurt Marti.
«Bis der Schatten des Todes verschwindet» (19.4.2025)
Quellen: der Erinnerungsband «Die Freiheit kam im Mai» des griechischen KZ-Überlebenden und Literaten Iakovos Kambanellis (1921-2011, griechische Aussprache: «Kabanellis»), insbesondere die «Jannina-Episode» auf S. 105-108, zudem das Schlusslied der «Mauthausen-Kantate», «Ama Teliósi o Pólemos» / «Wenn der Krieg zu Ende geht», das auf ebendieser Episode basiert (Text: ebenfalls Kambanellis, Musik: Mikis Theodorakis, 1925-2021 – durch mich untertitelte Konzertvideos von Maria Farantouri bzw. von Nena Venetsanou zum Download hier bzw. hier); darüber hinaus Rücksprachen mit der Kambanellis-Übersetzerin Elena Strubakis und der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.
«Der Gang der Zeit» (17.5.2025)
«Der Wahnsinn des Alltags» (28.6.2025)
«Ja – und...» (2.8.2025)
Diesen Beitrag zeichneten wir bereits im August 2024 auf, im Rahmen unseres Ausbildungsseminars. Er war als Übung gedacht. Und als Notbeitrag – für den Fall etwa, dass ich einmal kurzfristig für eine Aufzeichnung ausfalle und keine Kollegin, kein Kollege verfügbar ist. Rund ein Jahr vor dem Ende meines Engagements bei SRF wurde er nun regulär ausgestrahlt. Man sieht der Aufnahme an, dass es sich dabei um eine Übung handelt – und der Text ist, da er als jederzeit sendbarer «Notbeitrag» gedacht war, sehr allgemein gehalten.
«Leben, das leben will» (30.8.2025)
«Verlorengehen und Wiederfinden» (27.9.2025)
«Ein Wörtchen für ein überzeugtes Nein» (25.10.2025)
«Wir Versehrten» (22.11.2025)
«Brandkatastrophe in Crans-Montana» (3.1.2026)
Dieser Beitrag zum schrecklichen Unglück in der Silvesternacht 2025/26 musste innert Kürze entstehen. Zwischen der Entscheidung, den ursprünglich geplanten Text zu ersetzen, und der Aufzeichnung des neuen Textes lagen gerade einmal 22 Stunden. Hier finden Sie die Entstehungsgeschichte. Und auf der «Medien»-Seite finden Sie ein längeres Interview, das CH Media einige Tage darauf mit mir zum selben Thema führte («Hat Gott uns verlassen?»).
«Liebe Freunde und sanfte Herzen» (4.7.2026)
Die Musik von Stephen Foster (1826-1864) begleitet mich seit vielen Jahren. Bei all meiner immensen Wertschätzung gegenüber seinem Werk: Foster war auch im Negativen ein Kind seiner Zeit. Die Lieder etwa, die er für Minstrel Shows geschrieben hat, sind rassistisch; zudem hatt er m.W. gegenüber der Sklaverei bestenfalls eine ambivalente Haltung. Das gehört gesagt. Gleichzeitig schuf er leise, zarte Lieder – parlor songs –, die mich sehr berühren und auf die ich mich in meinem Beitrag beziehe. Davon gilt u.a. «Beautiful Dreamer», erst nach Fosters Tod veröffentlicht, zurecht als Klassiker (Louis Armstrong / Roy Orbison / Thomas Hampson). Und «Hard Times Come Again No More» bleibt wahrscheinlich ewig relevant (Kate & Anna McCarrigle, mit Emmylou Harris, Mary Black & Rufus Wainwright / Bob Dylan / Bruce Springsteen).